Gleichstellung von Mann und Frau im Kanton Schwyz – eine Bestandsaufnahme

Maturaarbeit von Chiara Piantoni

Vorwort

An meinem ersten Schultag im Kollegium in Schwyz sagte man uns bei der Einführung in der Kirche, dass es eine Studentenverbindung namens Suitia gibt. Ich kannte Studentenverbindungen bis dahin nur aus Filmen und wollte schon immer einer beitreten. Doch dann erfuhr ich, dass die Verbindung nur für Männer sei. Das war ein Moment in dem ich mich wegen der Ungleichbehandlung von Männern und Frauen benachteiligt fühlte. Daher interessiert mich dieser Missstand von Ungleichberechtigung auch so sehr. Tagtäglich begegnet man der Ungleichbehandlung. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind wie jetzt das mit dieser Studentenverbindung. Es gibt auch sonst Vereine wie Blauring und Jungwacht, die nur für Mädchen und nur für Jungen sind. Das stört auch niemanden, denn so ist es nun mal. Wenn man aber hört, dass Frauen weniger verdienen als Männer oder die Mutter automatisch den Haushalt schmeisst und die Kinder grossziehen soll, frage ich mich automatisch, warum? Meine Antwort darauf ist einfach. Es war halt schon immer so. Und solange sich das Denken in den Köpfen der Menschen nicht ändert, ändert sich gar nichts. Doch wie soll sich jemand ohne Stimme wehren? Vor weniger als einem halben Jahrhundert haben die Frauen ihre Stimme bekommen und seither haben sich diese Missstände sehr verbessert. Zu wissen, dass Frauen sich gewehrt haben bis sie ihre Ziele erreicht haben, finde ich bemerkenswert. Es motivierte auch mich, dass ich mich nicht mit irgendeinem Missstand abgeben muss. So kam ich zu meinem Maturaarbeitsthema. Meine Motivation ist, mithilfe dieser Arbeit vielleicht auch einen Teil dazu beitragen, dass Frauen eine bessere Stellung in der Gesellschaft bekommen. Es ist zwar nur eine relativ kleine Arbeit, aber ich werde mich auch als Mitglied im kantonalen Frauennetz Schwyz aktiv dafür einsetzen, dass es keine Missstände mehr geben wird. Damit meine Maturaarbeit nicht zu umfassend wird, habe ich mich auf den Kanton Schwyz konzentriert. Doch mein grösstes Ziel wäre alle Ungleichbehandlungen von Frauen sowie von Männern zu beseitigen, damit alle in Harmonie zusammen leben können. Des Weiteren möchte ich mich bei allen, die mir während meiner Arbeit geholfen haben, bedanken. Dabei möchte ich die Gleichstellungskommission Schwyz besonders erwähnen, die mich tatkräftig unterstützt haben. Danke!

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